Einführung

Nicht alle Krankheiten kann man heilen. Manche gesundheitlichen Probleme bleiben, Krankheiten werden „chronisch“. Dennoch kann man auch hier eine Menge unternehmen, vor allem verhindern, dass es noch schlimmer kommt. Diese Möglichkeiten werden jedoch von manchen Betroffenen bislang noch nicht im wünschenswerten Umfang wahrgenommen.
Um die gesundheitliche Perspektive chronisch kranker Menschen zu verbessern hat unsere Regierung deshalb sogenannte Desease Management Programme (kurz DMP, auf Deutsch  „Chronikerprogramme“) eingeführt. Sie geben eine Struktur vor für eine optimierte, kontinuierliche, umfassende und sektorenübergreifende Behandlung.
Für jede ausgewählte Erkrankung wurden in einem aufwändigen Prozess wissenschaftlich fundierte Leitlinien für Diagnose und Therapie entwickelt und den Krankenkassen für die Umsetzung dieser Vorhaben zusätzliche Geldmitteln zur Verfügung gestellt.
Es wird Wert darauf gelegt, dass der Patient informiert wird und an der Verbesserung seiner Situation aktiv mitarbeiten kann. Deshalb wurden in ihrer Effizienz überprüfte Patientenschulungen entwickelt, die Krankenkassen geben Patienteninformations- broschüren und –Zeitschriften heraus und bieten z.B. Ernährungsberatung und Sportangebote an.

Primärer Ansprechpartner ist jedoch der Hausarzt, bei dem man sich in das Programm einschreibt und der dann das weitere Vorgehen organisiert und koordiniert.
In unserer Praxis bieten wir eine entsprechende Betreuung für Patienten mit folgenden 4 Erkrankungen an: Diabetes mellitus Typ II (=Altersdiabetes), Koronare Herzkrankheit (=Durchblutungsstörung des Herzens, dazu gehört auch der Herzinfarkt), Asthma bronchiale (anfallsweiße Atemnot) und Chronische obstruktive Lungenerkrankung (chronische Bronchitis mit zunehmender Atemnot). Außerdem verfügen wir über die notwendigen Qualifikationen, um auch die dazugehörigen Schulungen anbieten zu können.

DMP konkret allgemein

Nach Einschreibung in das DMP-Programm werden wir uns regelmäßig, entweder nach ca. 3 Monaten, mindestens aber halbjährlich, gemeinsam mit der Erkrankung beschäftigen. Diesen Takt geben die von uns zu erstellenden Dokumentationen vor, auf deren termingerechte Abgabe großen Wert gelegt wird, was nach unserer Erfahrung jedoch auch eine segensreiche Wirkung hat.
In der Regel vereinbaren wir dazu 2 Termine: einen für die notwendigen Untersuchungen, einen zu deren Besprechung. Durch diese regelmäßigen Kontrollen sind wir und Sie bestens über Ihren Gesundheitszustand und seine jeweilige Entwicklung informiert und können in Ruhe die notwendigen weiteren Schritte planen. Ziel ist, nach den aktuellen Leitlinien eine auf Sie zugeschnittene individuelle optimale Einstellung zu erzielen.
Sie haben jedesmal die Möglichkeit mitzuteilen, wo „der Schuh drückt“ und wie überhaupt Ihre Situation als Betroffener, konfrontiert mit einer Menge gut gemeinter Ratschläge, nun aussieht.
Nach unserer Erfahrung kann alleine schon der Umstand, dass man sich gemeinsam dasselbe Problem in vordefinierten Abständen regelmäßig anschaut, eine deutliche Verbesserung der Einstellung bewirken. Außerdem hilft es, „dran zu bleiben“, in den eigenen Bemühungen nicht locker zu lassen und über erzielte Fortschritte (die es oft auch noch nach Jahren im Programm geben kann) eine Rückmeldung zu bekommen.
Die Ergebnisse der Untersuchungen werden dann von uns an die DMP-Datenstelle weitergeleitet. Dies ermöglicht eine Therapiebegleitforschungen durchzuführen, wodurch u.a. bisherige Annahmungen wie Empfehlungen überprüft und ggf. optimiert werden können.
Einen wissenschaftlichen Nachweis der Wirksamkeit von DMP - Programmen (außer von Kindern mit Typ I Diabetes) gibt es bislang allerdings noch nicht, wobei ein Problem ist, dass es schwer ist, eine Kontrollgruppe zu generieren. Würde man die Patienten im DMP mit denen vergleichen, die nicht drin sind und dabei einen Vorteil nachweisen, könnte man einwenden, dass ja die, die mitmachen sich auch mehr um sich kümmern und die anderen eh weniger an Ihrer Gesundheit interessiert sind und das alleine schon den Vorteil erklärt.

 Unser Fazit

Wir haben mit den DMP - Programmen gute Erfahrungen gemacht, halten sie für eine gute Sache und empfehlen Sie unseren Patienten.

Internetbasiertes Selbstmanagement Tool  “iFightDepression”

Die Digitalisierung macht sich zunehmend jetzt auch in der Medizin breit, aber vielleicht bringt das eine oder andere doch auch Verbesserungen mit sich.
Ich (Dr. H. Meier) bin jetzt zugelassen als Begleiter des  internetbasierten Selbstmanagement Tools  “iFightDepression” auf der Basis der kognitiven Verhaltenstherapie, das konzipiert wurde, um Menschen bei der Entwicklung von Fähigkeiten  zum besseren Umgang  mit Depressionen zu unterstützen.
Wenn Sie Interesse haben diese 6 Workshops mal durchzuarbeiten vereinbaren Sie doch einen Termin in der Sprechstunde.
Weitere Informationen finden Sie hier: http://ifightdepression.com/de/